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Hospizfestveranstaltung

23.01.2020 11:50

20 Jahre Hospizarbeit im Eichsfeld- und Unstrut-Hainich-Kreis

„Dankbar und stolz blicken wir zurück auf die Jahre seit 1999, als die erste ambulante Hospizgruppe im Raum Leinefelde-Worbis gegründet wurde. 15 Damen und Herren schlossen sich damals unter der Leitung von Frau Constance Hunold, Leiterin - Ambulantes Hospiz- und palliatives Beratungszentrum Eichsfeld / Unstrut-Hainich-Kreis, zusammen, um gemeinsam schwersterkrankten Menschen beizustehen, sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten und ganz praktisch im Alltag zu helfen. Ihr ehrenamtliches Engagement war und ist beispielhaft und verdient höchste Anerkennung“, so Franz Klöckner, Geschäftsführer des Eichsfeld Klinikums gGmbH.

Durch die Übernahme der Trägerschaft durch die Caritativer Pflegedienst Eichsfeld gGmbH im Jahr 2008 eröffneten sich neue Perspektiven und Möglichkeiten zum weiteren Ausbau der Hospizarbeit im Eichsfeld- und Unstrut-Hainich-Kreis. Der Bedarf in der Bevölkerung stieg stetig. Immer häufiger kamen Anfragen, ob auch für Kinder eine solche Betreuung möglich wäre. In speziellen Ausbildungen erweiterten die Ehrenamtlichen ihre Kenntnisse und etablierten 2014 den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst (AKJHD).

Im Haus St. Elisabeth Worbis des Eichsfeld Klinikums wurde durch umfangreiche Bau- und Modernisierungsmaßnahmen das „Haus Emmaus“ eingerichtet. So entstand hier ein Ort der Begegnung für die Arbeit mit kranken und trauernden Menschen.

Unter dem Namen Ambulantes Hospiz- und palliatives Beratungszentrum Eichsfeld/Unstrut-Hainich-Kreis gibt es inzwischen auch eine zusätzliche Beratungsstelle und seit 2018 ein zweites „Haus Emmaus“ in Mühlhausen.

Mit der Etablierung der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung – bekannt unter der Abkürzung SAPV - wurde 2010 ein weiterer Meilenstein gesetzt, der seit 2017 durch die Palliativstation im Eichsfeld Klinikum komplettiert wird.

Gemeinsam haben das Ambulante Hospiz- und palliative Beratungszentrum Eichsfeld/Unstrut-Hainich-Kreis, die SAPV und die Palliativstation im Jahr 2018 rund 900 Menschen betreut:  Erwachsene, Kinder und deren Angehörige, Sterbenskranke, Trauernde und Hilfsbedürftige. Nicht immer geht es nur um den Umgang mit körperlichem Schmerz, meistens ist es auch die Seele, die Zuwendung braucht. Hospiz- und Palliativarbeit ist mehr als ein Dienst nach Vorschrift. Einfühlungsvermögen und Geduld sind hier besonders wichtig.

In Trägerschaft der Caritativer Pflegedienst Eichsfeld gGmbH als Tochter der Eichsfeld Klinikum gGmbH sind für eine optimale Koordination von ambulanten und stationären Dienstleistungen beste Voraussetzungen gegeben. Hauptsitz der beiden Hospizdienste ist das Ambulante Hospiz- und palliative Beratungszentrum „Haus Emmaus“ in Worbis.

Die „Häuser Emmaus“ in Worbis und in Mühlhausen sind Orte der Fürsorge, des Beistandes und der Begegnung. Betroffene und Angehörige in Krisensituationen, verursacht durch Krankheit, Sterben und Trauer, finden hier Menschen, die sich Zeit nehmen – für sie da sind und mit aushalten. Die Intension dabei: Ich bin bei dir. Ich gehe mit dir. Du bist nicht allein.

„Es ist ein Markenzeichen unserer Region, dass wir uns umeinander kümmern. Die Schwächsten in unserer Gesellschaft brauchen die größte Zuwendung. Voll Freude blicke ich von daher auf die stetig steigende Zahl der Ehrenamtlichen in unserer Hospizarbeit. Mittlerweile sind es 54 im Erwachsenenhospizdienst im Eichsfeld sowie 37 im Kinder- und Jugendhospizdienst Eichsfeld/Unstrut-Hainich-Kreis,“ so Klöckner.

Im Rahmen des Jubiläums „20 Jahre Hospizarbeit“ fand am 25.09.2019 ein großes Familienfest in der Lindenhalle in Niederorschel statt. Unter dem Motto Celebration Party Event gestalteten Kindergruppen von nah und fern unter der Leitung des „Jungen Theater Nordhausen“ ein kunterbuntes Programm von Kindern für Kinder und Erwachsene. Im Anschluss begeistere Kinderliedermacher „Mathi“ die 250 Mitwirkenden und Gäste.